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Vom Fränkische Schweiz Marathon 2005

Heiße Sambarhythmen in der Hitze des Fränkische Schweiz Marathons

laufspass.com - Fränkische Schweiz - Marathon am 4.9.2005 - Bildbericht Thomas Schmidtkonz

Sonne, Samba, Heiterkeit

Teil 6 - Die erste Hälfte des Marathonlaufs

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Nun ist es auch für mich an der Zeit mich einzureihen. In diesem Augenblick läuft mir mein alter Laufmentor Erwin Bittel über den Weg, der heute den 4:30 - Zugläufer macht. Erwin läuft als Zugläufer alles von 3:00 - 5:00 wie ein Schweizer Uhrwerk durch. Er ist aber heute ganz froh, dass er bei dieser gnadenlos herunterprellenden Sonne keine 3:00 laufen muss.
Da ich es aber heute flotter als 4:30 angehen will, verabschiede ich mich gleich wieder.

Vom Fränkische Schweiz Marathon 2005

Erwin Bittel der 4:30 - Zugläufer

Vom Fränkische Schweiz Marathon 2005

Erwin Bittel der 4:30 - Zugläufer

Plötzlich hören wir die Sirenen eines Notwagens. Gerade jetzt musste vorne bei den Skatern ein Unfall passieren und so kommt der Wagen kaum durch das dicht gedrängte Feld der startenden Läufer.

Vom Fränkische Schweiz Marathon 2005

Der erste Kilometer

Vom Fränkische Schweiz Marathon 2005

Nach so viel Aufregung zum Anfang versuche ich bei der nun gleich folgenden größten Steigung der ganzen Strecke am Gasseldorfer Berg erst einmal meinen Laufrhythmus zu finden. Nach den vielen Bergläufen der letzten Zeit fällt mir das bei diesem "Hügelchen" nicht übermäßig schwer. Flachlandläufer mögen mir verzeihen ...

Meine ersten Kilometerzeiten sehen für meine Leistungsklasse recht gut aus und so habe ich Angst, dass ich das ganze zu schnell angegangen bin, zumal ich heute auf meinen Pulsmesser verzichtet habe.

Aber mein Puls schnell erst so richtig hoch, als wir an den farbenprächtig aber recht leicht bekleideten Sambatänzerinnen der Sambagruppe Mina Sol bei heißen Sambarhythmen vorbeilaufen.

Vom Fränkische Schweiz Marathon 2005

Sambaband Mina Sol in Streitberg

Vom Fränkische Schweiz Marathon 2005

Heiße Sambarhythmen heizen uns bei brasilianischen Temperaturen noch einmal so richtig ein

Samba beschwingt immer den Marathonläufer und so gehen mir die folgenden Kilometer leicht von der Hand, oder besser gesagt die Beine laufen wie geschmiert.
Wieder einmal stellt sich die Frage wie so oft am Anfang eines Marathons: Kann Marathonlaufen so einfach sein? Leider nicht immer, wie so oft die noch vor uns liegenden schweren "Dreißiger" zeigen können.

Hinter Streitberg wird die Landschaft immer schöner. So türmen sich bizarre Felsenformationen links und rechts vor uns auf. Hinter Streitberg mit seiner Streitburg und Binghöhle haben wir schließlich einen herrlichen Blick auf die altehrwürdige Burgruine Neideck. Was sich wohl der Burggeist bei dem heutigen Menschenauflauf im tief gelegenem Tal dabei denken mag?

Als Insider der Fränkischen Schweiz weiß ich, dass es fernab der Bundesstraße 470 noch Erstaunlicheres zu bestaunen gäbe. Möchte man dies aber allen Läufern zeigen, müsste man aus einem flachen auf einer "Läuferautobahn" verlaufenden Marathon einen recht bergigen Marathon mit Crosscharakter machen. Auch müsste man die Skater von diesen Extratouren ausschließen.
Wer aber diese Schönheiten doch einmal erleben möchte, der sei beispielsweise auf die Team Bittel Winterläufe in der Fränkischen Schweiz verwiesen.

Vom Fränkische Schweiz Marathon 2005

Felsenkulisse im Hintergrund auf dem Weg nach Muggendorf (Bild von Frank Ulrich Etzrodt)

Im Ferienort Muggendorf im Herzen der Fränkischen Schweiz jubeln uns wieder viele Zuschauer zu. Noch mehr erfreut mich aber heute der schattige Streckenabschnitt dahinter, auf dem ich gut Tempo machen kann.

Nach 13 Kilometern erreichen wir die Wende bei der Sachsenmühle, wo uns viele Zuschauer gute Wünsche auf die restlichen 29 Kilometer mitgeben.
Wir haben nun den höchsten Punkt der Strecke erreicht. Ab nun geht es immer wieder unterbrochen durch kleinere Gegenanstiege bis nach Forchheim stets leicht bergab. Da aber nun die Temperatur immer mehr ansteigen wird, wird dieser kleine Vorteil leider weit mehr als nur verpuffen.

Vom Fränkische Schweiz Marathon 2005

KM 14 bereits hinter der Wende bei der Sachsenmühle

Bewunderungswürdig ist der jonglierende Läufer, der mir nun entgegenkommt. Hat unsereins schon Mühe den Lauf einfach so zu bewältigen, müssen uns immer wieder solche Talente vor Augen führen wie nichtig und armselig unsere eigene Laufkunst ist.

Jedenfalls grinst er so über das ganze Gesicht, dass das auf mich ansteckend wirkt und so gehen auch mir die nächsten Kilometer weiterhin leicht von der Hand.

Vom Fränkische Schweiz Marathon 2005

Ein jonglierender Läufer (Bild von Frank Ulrich Etzrodt)

Der große Schatten endet etwa bei Kilometer 18. Nun folgt ein Lauf durch eine sengende Asphaltwüste, während sich links und rechts vor uns riesige bewaldete Oasen erstrecken, die für uns so nah und doch so fern sind.
Ein Lauf auf Fahrwegen durch bewaldete Abschnitte wäre heute ein Genuss, aber ein Lauf auf dunklem und schattenlosem Asphalt wird für jene Läufer, die keine Hitze lieben, zur Qual.
Leider gehöre ich nicht zu dieser Minderheit von Läufern, die bei wüstenhaften Temperaturen regelrecht aufblühen. Da ich Bewölkung und Temperaturen von 5 - 10 Grad bei Tempoläufen liebe, kann ich heute wahrlich nicht von optimalen Bedingungen sprechen. Dennoch bin ich erstaunt, dass ich die Halbmarathonmarke in einer Zeit knapp unter 1:43 passiere. Leider glüht mein Kopf schon sehr, obwohl ich ihn bei jeder Gelegenheit mit einem Becher Wasser übergieße. Obwohl die Hirnfunktionen unter dieser Hitze schon leiden, ist es mir klar, dass so ein Tempo für mich in der zweiten Hälfte gänzlich ausgeschlossen ist.
Also tritt nun Plan B in Kraft. Ich schalte zwei Gänge runter und nehme meine Füße vom Gaspedal. Das Lauftempo wird so deutlich gemütlicher. Das hat zwar zur Konsequenz, dass mich nun einige zuvor Überholte  wieder einholen und auf die Überholspur wechseln. Aber das lässt mich bei meiner "Abgeklärtheit" in Anbetracht meines 43. Marathons doch relativ kalt. Diese jungen Wilden!

Vom Fränkische Schweiz Marathon 2005

Auf dem Rückweg vor Streitberg nahe der Halbmarathonmarke (Bild von Frank Ulrich Etzrodt)

Bei der Halbmarathonmarke erhebt sich links von uns die Ruine Neideck (Bild vom Jahr 2004)

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