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Altmühltrail vom 02. - 03.05.2015 - Der zweitägige Genusstrail - Bildbericht von Thomas Schmidtkonz

Teil 1

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Altmühltrail 2015

Starterfeld am ersten Tag des Altmühltrails 2015 in Heidenheim

Altmühltrail vom 02. - 03.05.2015 - Der zweitägige Genusstrail

Einleitung

Der Altmühltrail ist eine Traillaufveranstaltung im südlichen Frankenland rund um die von der Altmühl geprägte Landschaft. Jedes Jahr stellt dabei der Veranstalter eine neue Laufstrecke vor. So kommt auch für Wiederholungstäter keine Langweile auf.
Während viele Trailveranstalter ihre Veranstaltung noch höher, länger, schwieriger und gefährlicher als alle anderen gestalten, setzt diese Veranstaltung andere Prioritäten. So spricht der Altmühltrail Einsteiger im Trailrunning an, aber auch erfahrene Hasen, die einfach mal nur die Seele baumeln lassen wollen. Aber ganz besonders ist dieser Lauf ein Lauf für Genussläufer, die nicht nur schöne Trails und Landschaften genießen wollen, sondern unterwegs auch kulinarische Spezialitäten der Region kosten möchten. Sicher werden sie hier nicht wie bei so vielen anderen Laufveranstaltungen hungrig ins Ziel einlaufen. Leider hat sich das in ihren Kreisen noch nicht so sehr herumgesprochen. Daher darf ich mich in diesem Fall getrost als so eine Art Pionier in der Disziplin des Genusstrailllaufens bezeichnen.

Altmühltrail 2015

Auf dem Weg zu Startnummernausgabe in Gunzenhausen überquere ich die Altmühl

Altmühltrail 2015

Im Museum gibt es die Startunterlagen

Altmühltrail 2015

Gruppenfoto mit 100 Meilenläufer Wolfgang

Der Start

Pünktlich um 11 Uhr schickt der Startschuss gut 200 Trailrunner auf die 28 km lange Strecke vom kleinen Bergort Heidenheim am Hahnenkam in Richtung Zielort Gunzenhausen. Ein überfüllter Bus, der zweite war wohl etwas leerer, fuhr auf einer knapp halbstündigen Strecke auf engen und kurvigen Bergstraßen hierher. Da ich dabei nur einen Stehplatz hatte, zittern mir selbst noch jetzt etwas die Knie davon. Aber wie zittern erst wohl den anderen die Knie?
Denn sie rennen wie eine in Panik geratene Rinderherde im Gewittersturm davon, dahinter ich als ruhender Pol im gemächlichen Genusslauftempo als Lonesome Cowboy auf Schusters Rappen!

Der Schlussläufer

Neben mir entdecke ich Erwin. Er schießt gerade noch ein paar Fotos. Daneben läuft mit vorwurfsvoller Miene der offizielle Schlussläufer. Er soll den Läufern im hintersten Feld  einen 8-Minutentakt vorgeben und notfalls einbläuen. Alle hinter ihm zählen dann nicht mehr als vollwertiger Läufer, sondern dann wohl eher zum gemeinen Volk der Wanderer. Offiziell sollen diese erst 5 Minuten nach uns starten. Hat sich nun da schon einer nach vorne gemogelt?
Wie auch immer, aktuell tanze ich mit meinem 9 Minutentakt total aus der Reihe. Da aber wegen der Wanderer der Zielschluss erst um 20:00 ist, kümmert mich das weiter nicht, will ich doch endlich mal wieder bei einer Laufveranstaltung mitlaufen, wo ich mich nicht hetzen muss.
Erinnerungen an den Sardonatrail 2014 werden wach. Da wollte mich eine anfangs gnadenlose Schlussläuferin aus dem Rennen werfen. Mein langsamer Laufschritt trieb sie fast in den Wahnsinn!
Wie hieß sie noch einmal? Ach ja, die liebe Judith war das. Hübsch, jung und schnell. All diese Attribute trafen auf mich so gar nicht zu. Zuerst gelang es ihr fast  mich deswegen zu ärgern, Dann lenkte ich als alter Hase aber das Gespräch geschickt auf ein anderes Thema. Als ich dann zu ihrer Belustigung an einer besonders matschigen Stelle weich auf mein Hinterteil fiel, erkannte sie welch großen Unterhaltungswert ein Lauf mit mir hatte. Alle zeitliche Vorgaben waren dann plötzlich vergessen! Der alte Mann und das junge Mädel verstanden sich dann plötzlich glänzend.

Altmühltrail 2015

Nach einer knapp halbstündigen Busfahrt erreichen wir den Startort Heidenheim

Altmühltrail 2015

Gruppenfoto mit Erwin

Altmühltrail 2015

Die letzten Minuten vor dem Startschuss

Altmühltrail 2015

Altmühltrail 2015

Die Spannung steigt!

Altmühltrail 2015

Altmühltrail 2015

Gleich muss der Startknopf auf der Stoppuhr gedrückt werden!

Altmühltrail 2015

Und schon rennt eine wilde Meute wie von einer Tarantel gestochen los

Altmühltrail 2015

Altmühltrail 2015

Erwin lässt sich aber Zeit und schießt noch ein Foto!

Der erste Steilanstieg

Ein erster Steilanstieg reißt mich aus diese Gedanken. Ein schmaler Pfad führt steil den Berg hoch. Ich bin so spät dran, dass ich selbst hier nicht mehr auf einen Stau treffe. Erstmals schießt auch mein Puls etwas in die Höhe. Aber bald dahinter folgt ein Fahrweg, ein Panoramaweg, hat man doch einen schönen Blick auf die umliegende Hügellandschaft und das bereits unter uns liegende Heidenheim. Nicht nur das große Läuferfeld ist nun schon weit vor mir, sondern auch Erwin und der offizielle Schlussläufer. Ich bewege mich also ganz alleine irgendwo im Niemandsland zwischen Läufern und Walkern.

Altmühltrail 2015 Altmühltrail 2015

Zuerst laufen wir den Dürrenberg hoch. Er ist mit 656 m Höhe der höchste Berg der Fränkischen Alb

Altmühltrail 2015

Erste Singletrails. Die Läufermeute hat mich schon abgehängt!

Altmühltrail 2015

Altmühltrail 2015

In der Ferne entdecke ich noch ein paar Läufer

Der Dürrenberg

Diese große Einsamkeit des Langstreckenläufers oder wie man das auch immer nennen will, löst bei mir weder eine Identitätskrise aus, noch bekümmert mich das allzu sehr, beeindruckt mich dieses Hochplateau des Dürrenbergs doch so sehr. Es ist wohl eine Landschaft des fränkischen Karst. Trockene Magerwiesen mit vereinzelten Bäumen prägen die Landschaft. Die Wiesen sind arm an Humus und Nährstoffen, dennoch oder vielleicht gerade deswegen entfalten die Blumen hier ihre volle Pracht. Wegen des rauen Klimas am hoch gelegenen Hahnenkamm blühen jetzt erst die Schlüsselblumen, während sie bei mir daheim selbst am Gipfel des Walberlas bereits verblüht sind.

Altmühltrail 2015 Altmühltrail 2015

Links Schlüsselblumen und rechts die einzigen Felsen, die ich auf der kompletten Strecke entdecke

Der Dürrenberg ist mit 656 m Höhe der höchste Berg der Fränkischen Alb. Da er mir in meiner Mittelgebirgsbergsammlung, ja man kann wirklich so was sammeln, immer noch fehlt, suche ich seine Gipfelregion, die leider etwas abseits der offiziellen Strecke liegt. Damit alles seine Korrektheit hat, will ich die offizielle Strecke am gleichen Punkt verlassen und am gleichen Punkt zurückkehren. Ah, da führt eine Weg direkt zum Sendemast! Ich hoffe, dass da in etwa der Gipfel ist. Zur Würdigung des Augenblicks schieße ich dort ein Foto.

Altmühltrail 2015

Um mit dem Dürrenberg einen weiteren Gipfel einzusammeln, mache ich einen außerplanmäßigen Abstecher zu dessen Gipfelregion

Altmühltrail 2015

Blick in die Ferne nach Hohentrüdingen

Die erste Genussstation

Mit meinem kleinen Ausflug verlor ich noch einmal Zeit, wobei für mich so was eher Zeitgewinn ist. An der ersten Genussstation nach gerade mal gut drei Laufkilometern, begrüßen mich die Helfer als ersten Wanderer. Ich muss sie aufklären! Nein, ich bin doch der letzte Läufer! Nein, der Schlussläufer lief doch schon vorbei. Ja, das war zwar der Schlussläufer, aber der letzte Läufer bin definitiv ich.
Dieses Spielchen wird sich nun an jeder Labestation bis ins Ziel hinein wiederholen. Das ist zwar etwas nervenaufreibend, aber doch auch wieder irgendwie amüsant!

Aber mal davon abgesehen, was gibt es denn hier leckeres. Austern? Nein, wir sind hier nicht am Meer! Kaviar, nein Störe hat man hier in den umliegenden Flüssen oder wenigstens Fischzuchtstationen noch keine ausgesetzt. Wenigstens Schäuferla mit Klößen? Nein, dass ist für die meisten Läufer eine zu schwere Kost! Hier gibt es erst einmal einen leckeren Apfelsaft aus den Früchten heimischer Obstbäume gewonnen. Oh, Apfelsaft! Da muss ich etwas aufpassen. Der fördert meine Verdauung. Aber wird schon gut gehen!

Altmühltrail 2015

Bei der ersten Trinkstelle gibt es einen leckeren Apfelmost gewonnen von den Apfelbäumen der Region

Steinmännchen, Bärlauch und Drama am Streckenrand

Die erste Trinkstelle hinter mich lassend, tauche ich in das zarte Maigrün eines Bergwaldes ein. Am Streckenrand entdecke ich ein Steinmännchen, nicht mit einem Hut sondern einem kleinen Dach am Kopf. Das sieht aber kurios aus!

Altmühltrail 2015

Der Steinerne Mann!

Ab nun befinde ich mich auf bekannten Fernwanderwegen, einmal auf dem Frankenweg, welcher vom Rennsteig bis zur Schwäbischen Alb reicht. Ich lief die etwa 600 km lange Strecke bereits vor vielen Jahren in mehreren Etappen ab. Dann noch der etwa 200 km lange Altmühlpanoramaweg. Er beginnt in Gunzenhausen und endet in Kehlheim an der Donau. Dieser Weg steht sicher noch auf meiner To-do-Liste.
Aber nun muss ich erst einmal einen steilen Weg bergab rennen, um etwas Zeit gut zu machen. Dabei entdecke ich unten angekommen meinen Freund den Schlussläufer und eine Läuferin, der es leider nicht gut geht. Sie hat bereits hier muskuläre Probleme. Hoffentlich kein Muskelfaserriss oder schlimmeres! Jedenfalls hat der Schlussläufer schon Hilfe mit seinem Handy gerufen und will bei Ihr bleiben bis diese da ist. Daher kann ich beruhigt weiter laufen.
Beim nächsten Anstieg entdecke ich Bärlauch. Der ist doch ideal für meine kulinarische Tour. Da kann ich doch meine Gerichte an den kommenden Genussstationen sicher verfeinern! Ich zupfe ein paar Blätter ab und stecke sie in meinen großen Rucksack, wo es bei all den Bleigewichten darin auf ein paar Blätter zusätzlich auch nicht mehr ankommt!

Altmühltrail 2015

Nun laufen wir auf dem Frankenweg und dem Altmühlpanoramaweg, beides zwei schöne Fernwanderwege.

Altmühltrail 2015

Bärlauch! Ich nehme welchen mit um die später gereichte Wurst zu verfeinern!

Auf dem Track, aber dennoch auf Abwegen

Ein Stück weiter kommt mir ein Feuerwehrauto entgegen gefahren und fragt mich, wo die verletzte Läuferin ist. Vorhin hatte ich zwei Personen hinter mir entdeckt. Weil sie aber so weit weg waren, weiß ich nicht, sind es die ersten Wanderer oder der Schlussläufer mit der Verletzten. Daher will der Feuerwehrmann den beiden entgegen gehen. Aber er hat sein Auto an einer Wegkreuzung so geparkt, dass offensichtlich die Markierung darunter versteckt ist. Wie gut, dass ich mein Garmin Dakota mit dem Track von der Strecke dabei habe. Zwar wurden wir am Start gewarnt, dass der Track nicht unbedingt immer mit der heutigen Strecke übereinstimmt, aber hier wird es schon stimmen!
Aber bald vermisse ich die üblichen Markierungen und auch die  Laufspuren am Boden. Irgendwie muss ich mich hier auf Abwegen befinden. Aber ich folge den Markierungen des Frankenwegs und daher sollte ich bald wieder auf die Originalstrecke stoßen. Kurz vor dem Gelben Berg stoße ich auf eine Straße und kurz dahinter folgen die bekannten Streckenzeichen. Ich atme auf. Das ging noch einmal gut!

Kurz dahinter folgt die nächste Genussstation. Hier reichen mir nette Helfer fruchtige Aufstriche und Apfelchips. Da muss ich also meinen Bärlauch nicht auspacken! Es gibt also erst einmal Süßes als ersten  Gang des heutigen Läufermenüs.

Altmühltrail 2015

Am Gelben Berg gibt es leckere Marmelade auf Weißbrot, dazu Trockenobst.

Altmühltrail 2015

Der Gelbe Berg

Dahinter folgt der Gelbe Berg. Der beeindruckte mich schon damals vor 8 Jahren am vierten Tag unseres fünftägigen Laufs am Frankenweg. Hier oben siedelten in der Antike zuerst die Kelten und später die Germanen. Sie umgaben das Plateau mit einem Ringwall, auf dessen Achterbahnkurs ich nun laufe. Das stete Auf und Ab macht Spaß. Davon könnte ich mehr haben!

Altmühltrail 2015

In der Gipfelregion des Gelben Bergs laufen wir einen spaßigen Achterbahnkurs. So kommt Laufspaß auf!

Altmühltrail 2015

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